Meine Herren
Was ich an meiner Fachrichtung mag: die Männer. Nicht viele an der Zahl, aber eigene. Im besten Sinn des Wortes eigen.
Da wäre zum Beispiel mein Lieblingskommilitone A., ein Bauernsohn aus dem Emmental, mit breitem Berner Akzent und einem Namen wie aus einem Gotthelfroman. Gotthelf war dann auch der Grund, dass A., ein grosser Gotthelffreund, nach Zürich kam, um Germanistik und Volkskunde zu studieren. Er ist still, aber sehr freundlich, und wird des Akzents wegen oft unterschätzt, auch seinen feinen Humor überhören viele. Vielleicht, weil er der einzige Student ist, der Schnauz trägt.
Oder dann L., ein schwuler, veganischer Englischstudent ("Gibt es eine Randgruppe, der du nicht angehörst?"), der, abgesehen vom gelegentlichen Herrenbesuch, allein in einem Haus wohnt und auf die Frage, ob er denn kein Leben habe, dass er Derrida dreimal lese, antwortet: "Das ist mein Leben."
Da wäre zum Beispiel mein Lieblingskommilitone A., ein Bauernsohn aus dem Emmental, mit breitem Berner Akzent und einem Namen wie aus einem Gotthelfroman. Gotthelf war dann auch der Grund, dass A., ein grosser Gotthelffreund, nach Zürich kam, um Germanistik und Volkskunde zu studieren. Er ist still, aber sehr freundlich, und wird des Akzents wegen oft unterschätzt, auch seinen feinen Humor überhören viele. Vielleicht, weil er der einzige Student ist, der Schnauz trägt.
Oder dann L., ein schwuler, veganischer Englischstudent ("Gibt es eine Randgruppe, der du nicht angehörst?"), der, abgesehen vom gelegentlichen Herrenbesuch, allein in einem Haus wohnt und auf die Frage, ob er denn kein Leben habe, dass er Derrida dreimal lese, antwortet: "Das ist mein Leben."
sarin1a - 25. Mrz, 10:14
