Donnerstag, 2. August 2007

Bändiger

Die S12, sie ist ja ein Ungetüm. Man merkt das, wenn man im hintersten Wagen gesessen hat und nicht zu den Bussen muss, sondern zur vordersten Unterführung. Man kämpft sich durch all die Menschen, diese Pendlermasse, die da raus will. Man läuft am Zug entlang und staunt über diese Grösse, die man der Gewöhnung wegen oft übersieht, oder aus Ärger über die Enge, über die Unmasse eben. Dann kommt man irgendwann unter der Überdachung vor, in die Abendhelle und auch die Menge lichtet sich, bis man alleine der Lok entlang läuft. Und dann steigt da ein kleiner, schmächtiger Mann aus der Führerkabine und sagt: "Grüezi."
si1ja - 5. Aug, 19:01

Tschudligung

...mues da d Links links kommentiere: Würds ächt je öpperem in Sinn cho, en Ma ide Öffentlichkeit für sini Kleidig z kritisiere? Wie damals mit de Merkel ihrere Frisur. Und: "Dennis, the thing I like most about you is your wife"? How's that a "thing about [him]"?

Und ja: härzig, de Lokibändiger ;-).

hochzusammengesetzt - 6. Aug, 18:12

ms. clinton sticht ja irgendwie heraus, genauso wie frau merkel mit dem roten jacket. öffentliche männer sind hingegen meist konventionell angezogen; als joschka fischer aber mit turnschuhen zur arbeit ging, war das genauso thema; ebenso wurde berlusconis lifting lang und breit diskutiert.
si1ja - 6. Aug, 22:48

Ja aber

ich finde, es gibt doch noch einen Unterschied zwischen einem klassischen (wenn auch schweinchenrosaen) Zweiteiler und Turnschuhen. Hinzu kommt, dass sie wohl kaum eine wirkliche Wahl hat: Wenn Ms Clinton ebenfalls einen schwarzen Anzug anzöge, dann würde sie vermutlich als unfeminin bezeichnet, was (in den Augen Amerikas) sowieso ein "Schwachpunkt" ihrerseits ist (siehe beispielsweise Artikel wie "Hillary is from Mars, Obama from Venus", oder Robin Lakoff's "The Language War").
Ein schwieriger Balanceakt, finde ich.
hochzusammengesetzt - 6. Aug, 23:45

out-masculine the man

ja.
aber es wäre doch, folgt man dem Artikel auf Salon, das Schweinchenrosa eher der Versuch, doch noch etwas feminin sich zu präsentieren und nicht nur immer den tough guy (übrigens schon 2004) rauszuhängen (was sie gleichwohl tun muss, da "the first woman absolutely has to out-masculine the man.")
si1ja - 7. Aug, 15:22

Schön:

"[...] just behind human crash test dummy Rusty Haight, who has been in 740 car wrecks."
Das glaub ich ja eben auch, dass das rosa Deux-Pièce gewissermassen eine image-technische Notwendigkeit ist. Fraglich, ob dadurch das Thematisieren desselben in einer öffentlichen Debatte gerechtfertigt ist.
claudiome - 15. Sep, 10:53

Ganz im Gegensatz zu: «Es ist eine Schmalspurbahn, die man nach längerem Herumstehen in windiger und wenig reizvoller Gegend besteigt, und in dem Augenblick, wo die kleine, aber offenbar ungewöhnlich zugkräftige Maschine sich in Bewegung setzt, beginnt der eigentlich abenteuerliche Teil der Fahrt, ein jäher und zäher Aufstieg, der nicht enden zu wollen scheint.»

Leben. Nichts.

- Friederike Mayröcker


"Penises: They are about this big."

A Webcomic of Romance, Sarcasm, Math, and Language.



Stereotypist for linguists

"a comic written and poorly drawn by john campbell."



"america smells funny"

John Campbell answers questions.



Linksarchiv



xml version of this page
xml version of this page (with comments)

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur f�r neue Medien

powered by Antville powered by Helma


Alles oder nichts
Auch so ein Satz
Augenzungenberichte
Befindlichkeitsprosa
Betroffenheitsprosa
Damals im Abonnement
Ein bisschen sehr
Etwa so
Fragen über Fragen
Ganz Auge
Hallo Frau Schneider
Herrgott
Hochglanzmagazin
Ich mag meine Freunde
Ich meine das ernst
Ich und wieder nichts
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren

kostenloser Counter