Wenn ich nicht zum ersten Mal den falschen Zug genommen habe und dann in einer hässlichen Stadt umherirre, weil länger kein Zug zurück, klingt There she goes von den La's plötzlich sehr spöttisch, und auch gar nicht lustig finde ich The Velvet Underground Mittwoch morgens um sechs mit "Sunday Morning". Seltene aber dringliche Momente für, einzig und allein, Björk.
Eben in der Weltwoche gelesen: Ab dem 18. Jahrhundert wurden bevorzugt kleine Hunde darauf abgerichtet, Frauen zu befriedigen, als vorindustrielle Vibratoren sozusagen. Der Ausdruck "auf den Hund gekommen" bezeichnet demnach ursprünglich vereinsamte Frauen. Eine grossartige Anekdote für die Weingesellschaft, wie ich finde. Nach dem Gelächter bleibt dann aber doch etwas Betroffenheit zurück und die Frage, wo Tierliebe aufhört und Tierschändung anfängt. Erlaubt ist, wobei niemand zu nachweislichem Schaden kommt. Trotzdem konnte ich für einige Sekunden das Bedürfnis verstehen, andere aus Ekel, Verklemmtheit oder aus moralischen Gründen (da sind die Grenzen ja fliessend) einzuschränken. Den heute für Zoophilie gängigen Begriff Sodomie (ursprünglich die Bezeichung für jede Form sexueller Abnorm) verwendet die katholische Kirche bis heute für Homosexualität. Und spätestens da sollte man Vernunft ein- und Sexualmoral ausschalten.